Sommer, Freiheit, AbenteuerâŠwas gibt es schöneres als einen Sommer-Roadtrip mit dem Camper-Van. Einfach losfahren, der Sonne entgegen und in den Tag hinein leben.Ganz so idyllisch gestaltet es sich in den Sommermonaten leider nicht. Vielerorts muss man doch vorbuchen oder ist so froh einen Platz fĂŒr den Van oder das Wohnmobil ergattert zu haben, dass man es zwei Wochen lang nicht bewegt.
Auf der Suche nach einem Alternativen Reiseziel fĂŒr unseren Sommer-Roadtrip mit den Kindern im Van sind wir auf den Balkan gestoĂen. Die Region verspricht groĂartige Natur, gastfreundliche Menschen, leckeres Essen und tolles Wetter. Was will man mehr?
Also haben wir uns auf den Weg Richtung Bosnien und Montenegro gemacht. Unsere Kinder waren zu dem Zeitpunkt knapp zwei und fĂŒnf Jahre alt.
Routenplanung & Infos vorab
Da jede*r unterschiedlich an die Routenplanung rangeht, vielleicht ein paar Dinge vorweg. Wir haben diesen Urlaub nicht fix vorgeplant, hatten aber durchaus ein paar Orte im Kopf, die wir auf unserem Balkan-Roadtrip gern sehen wollten. Einige Dinge haben sich auch durch Empfehlungen vor Ort erst ergeben.
Ein MaĂstab bei einem Roadtrip mit den Kindern ist fĂŒr uns immer die LĂ€nge der Fahrtage. Vier Stunden sind die maximale Zeit, die wir fĂŒrs Autofahren einplanen. So kommt man gut voran, aber es bleibt immer noch genug Zeit, um auch etwas Spannenderes als nur aus dem Fenster des Vans zu schauen zu unternehmen. Am Ende sollen alle den Urlaub ja auch als etwas schönes in Erinnerung behalten.
Anreise von Berlin ĂŒber Ăsterreich, Slowenien und Kroatien
1. Stopp: Bayern
FĂŒr uns ging es als erstes von Berlin aus Richtung Bayern. Ein Ort, an dem wir schon mehrmals unseren ersten Stopp verbracht haben ist der Ferienhof & Campingplatz SchweinemĂŒhle. Unweit der A93 bei Windischeschenbach gelegen, ist dies ein idyllischer Spot direkt am Fluss. Ideal fĂŒr Kinder, denn es gibt Ziegen, Ponys, HĂŒhner und mehr. Spielplatz, ein Heuboden zum Toben und ein Badeweiher lassen die Zeit hier nahezu verfliegen.
Hier gibt es auch einen kleinen Hofladen sowie ein uriges Restaurant, falls der Hunger nach der Anreise groĂ und die Motivation zum Kochen eher gering ist. Gerade am Wochenende kann sich hier aber eine Reservierung lohnen, da der Ort auch beliebt fĂŒr FamilienausflĂŒge in der Gegend ist.
Unser Campingplatz: Ferienhof & Campingplatz SchweinemĂŒhle
2. Stopp: Ăsterreich
Von Windischeschenbach sind es dann auch wieder gute vier Stunden bis zu unserem nĂ€chsten Zwischenstopp. Eine Nacht in Graz lohnt sich immer. Wer Zeit hat, kann hier gut und gerne ein paar Tage mehr einplanen. Unsere liebsten AktivitĂ€ten mit Kindern in Graz haben wir dafĂŒr schon einmal zusammengeschrieben. FĂŒr uns war es diesmal allerdings nur ein kurzer Stopp. Immerhin hatten wir noch einiges vor.
3. Stopp: Slowenien
Weiter ging es Richtung Slowenien. Am idyllischen Kolpa River haben wir die nĂ€chste Nacht verbracht. In einem kleinen Camp fanden wir Schatten und eine schöne Badestelle am Fluss. Bei Temperaturen weit ĂŒber 30 Grad war das auch der Ort, an dem wir uns den restlichen Tag aufgehalten haben. Witzig ist, dass direkt auf der anderen Seite des Flusses Kroatien liegt. So konnten wir schonmal dorthin schauen, wo es am nĂ€chsten Tag fĂŒr uns weitergehen sollte.
Unser Campingplatz: Camping Bela Krajina
Bosnien & Herzegowina mit Kindern: ein Camping Paradies
Kroatien war allerdings diesmal nur ein Transit-Land fĂŒr uns. Das eigentliche Ziel war noch ein kleines StĂŒckchen weiter. Nach so vielen tollen Bildern und schönen Geschichten, die wir gehört und gelesen hatten, wollten wir jetzt endlich selbst einmal schauen, was es mit dem Vanlife-Paradies Bosnien & Herzegowina auf sich hat.
Alle Erfahrungen und AktivitÀten in Bosnien mit Kindern findet ihr in einem separaten Artikel. Wenn ihr etwas tiefer einsteigen wollt, gibt es auch einen Beitrag mit Fragen und Infos zur Reisevorbereitung. Hier findet ihr nun unsere Route durch Bosnien & Herzegowina wie wir sie auf unserem Roadtrip durch den Balkan im Sommer 2023 gefahren sind.
4. Stopp: Kulen Vakuf & Una Nationalpark

Ein Must Visit in Bosnien & Herzegowina ist auf jeden Fall der Una Nationalpark. Die eiskalte, klare Una mit ihrem blauen Wasser, die satt-grĂŒne Landschaft drum herum und die wunderschönen WasserfĂ€lle. Einfach ein Traum. Auch mit Kindern kann man hier einiges entdecken oder einfach wunderbar am Fluss in den Tag hinein bummeln.
Camping im Una Nationalpark
Im Nationalpark selber gibt es diverse kleine, privat gefĂŒhrte CampingplĂ€tze direkt am Fluss. Meist sehr einfach, aber wunderschön gelegen. Wir haben uns fĂŒr ein Camp etwas auĂerhalb, im Ărtchen Kulen Vakuf entschieden. Auch hier direkt am Fluss, mit den Bergen im RĂŒcken und von einer lieben Familie gefĂŒhrt. Inklusive selbstgefangener und frisch ĂŒber dem Lagerfeuer zubereiteter Forelle am Abend.
Unser Campingplatz: Auto Kamp Lav
5. Stopp: Ramsko Jezero

Wenn du mit deinem Camper-Van oder Wohnmobil direkt am See stehen möchtest, dann bist du am Ramsko Jezero genau richtig. Der Blick auf die kleinen Inseln in dem Stausee und die grĂŒnen Berge am anderen Ufer ist wunderschön und hat per se schon etwas entschleunigendes. Dann noch die Sonnenuntergangsstimmung und schon bist du direkt im Vanlife-Himmel.
Unser Campingplatz: Bosnjak AutoKamp
6. Stopp: Mostar

Der letzte Stopp auf unserer Reise durch Bosnien fĂŒhrte uns in eine der touristischsten Regionen des Balkan-Staates. Mostar mit seinen pittoresken HĂ€usern, die sich auf beiden Seiten der blaugrĂŒnen Neretva an die HĂŒgel schmiegen, mit seiner bewegten Geschichte und der symboltrĂ€chtigen Stari Most (âalte BrĂŒckeâ) gehört inzwischen sogar zum UNESCO Weltkulturerbe.
Der Besuch in dieser Stadt hat mir dabei geholfen, Bosnien und seine Geschichte noch einmal besser zu verstehen und gleichzeitig auch ein GefĂŒhl fĂŒr die heutige LebensrealitĂ€t der Menschen zu bekommen. Ganz abgesehen davon, dass die Stadt wirklich wunderschön ist. Je nach Saison kann es dort aber sehr voll und auch wirklich heiĂ werden. Falls du mehr Infos zu Mostar mit Kindern haben möchtest, schau gern in meinem Artikel zu Bosnien & Herzegowina mit Kindern. Da gehe ich noch detaillierter auf unsere Erfahrungen vor Ort ein.
Bei einem Aufenthalt in Mostar lohnt sich auf jeden Fall auch ein Abstecher ins Derwischkloster von Blagaj und an die Quelle der Buna. Das verwinkelte GebÀude an der riesigen Klippe hat einen ganz besonderen Vibe.
Camping in Mostar
FĂŒr alle, die mit dem Van oder Wohnmobil unterwegs sind, habe ich hier noch einen Camping-Tipp. Wir haben einen entspannten kleinen Campingplatz am Stadtrand von Mostar gefunden. Direkt am Fluss, in dem man die ForellenschwĂ€rme beobachten kann. Von hier aus ist man fĂŒr etwa 10⏠pro Strecke mit dem Taxi in der Altstadt, ganz ohne Wege suchen und Parkplatzstress.
Unser Campingplatz: Neretva Camping
Unser Fazit: Bosnien mit Kindern
Somit neigt sich unsere Zeit in Bosnien auch schon dem Ende zu. Nachdem wir komplett ohne Erwartungen nach Bosnien gekommen waren, gingen wir mit vollen Herzen und strahlenden Augen.
Der Balkan-Staat mit seiner tollen und abwechslungsreichen Landschaft, den freundlichen Menschen und der spannenden Geschichte ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Zudem ist es ein wahres Camping-Paradies mit endlos vielen kleinen, privaten und naturnahen Campgrounds mit familiÀrer AtmosphÀre.
Montenegro mit Kindern: Vanlife TrÀume werden wahr
Montenegro stand schon lĂ€nger auf unserer Reise-Wunschliste. Die wahnsinnig vielfĂ€ltige Natur und die Mischung von Bergen und Meer auf verhĂ€ltnismĂ€Ăig kleiner FlĂ€che klang einfach zu verlockend fĂŒr ein kleines Familienabenteuer im Van. Zudem ist das Land bislang, zumindest in Mitteleuropa, noch nicht so sehr auf dem Reiseradar.
7. Stopp: Zelenika

Unser erster Stopp in Montenegro war weniger ein Wunschziel und mehr eine notwendige Unterbrechung der Autofahrt. Kinder sind bekanntlich keine Maschinen und unsere wollten nicht mehr Autofahren und taten dies auch lautstark kund.
So kam es, dass wir direkt hinter der Kroatischen Grenze, Nahe der Stadt Herceg Novi ein entspanntes Camp unter BĂ€umen fanden und dort unsere erste Nacht auf montenegrischem Boden verbrachten. Wir hatten Schatten, was bei 36 Grad im Schatten essenziell war, das Meer war ganz in der NĂ€he und es gab fuĂlĂ€ufig Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. In einem umgebauten Zugwagon kann man ganz in der NĂ€he wirklich nett essen.
Leider war dieser KĂŒstenabschnitt aber auch gnadenlos ĂŒberfĂŒllt. Denn auch wenn von unseren Freunden noch nie jemand in Montenegro war, in den umliegenden Balkan-LĂ€ndern ist die AdriakĂŒste in Montenegro schon lĂ€ngst kein Geheimtipp mehr und viele Familien kommen seit Jahren jeden Sommer hier her.
FĂŒr einen Stop zum VorrĂ€te auffĂŒllen und abkĂŒhlen war es aber allemal ok. Und wir wussten nun auch, wie unsere Montenegro Rundreise weitergehen sollte. Wir wollten auf jeden Fall ab in die Berge. Weg von den Touristenmassen.
Unser Campingplatz: AutoCamp Zelenika
8. Stopp: Milocani

Gesagt, getan. Wir kehrten der KĂŒste den RĂŒcken und machten uns auf den Weg Richtung Durmitor Massiv. Auf dem Weg sind wir ĂŒber das absolute Paradies gestolpert. Im kleinen Ărtchen Milocani befindet sich, direkt an einem Bach, der sĂŒĂeste kleine Campingplatz. Hier steht ihr im Schatten der ApfelbĂ€ume, könnt dem Rauschen des Wassers lauschen oder euch im eiskalten Bergwasser abkĂŒhlen.
Wer keine Lust zum Kochen hat, kann am Abend auch im benachbarten Restaurant essen. Die Musik und Besucher von dort sind aber wirklich auch das einzige, was die Idylle ein klein wenig trĂŒbt. Aber auch wirklich nur ein winziges bisschen. Sonst wĂ€re es dort fast schon ĂŒberirdisch schön.
Unser Stellplatz: Camp Restaurant Riverside Montenegro
9. Stopp: Durmitor Nationalpark

Zwar konnten wir uns von unserem wunderschönen Stellplatz am See kaum losreiĂen, aber der Ruf der Berge war dennoch lauter. Zu viel hatten wir von der Magie und Schönheit des Durmitor Nationalparks gehört. Was soll ich sagen, die Gegend wird ihrem Ruf gerecht. Der Titel UNESCO-Weltnaturerbe wird halt auch nicht ohne Grund vergeben. Die Schroffen Felsen, klaffenden Schluchten und die unglaubliche Natur lieĂen uns oft sprachlos zurĂŒck.
Ein Ort, an dem das wirklich gut zur Geltung kommt ist dieser Aussichtspunkt an dem sich ein Blick ĂŒber die majestĂ€tischen Berge sowie den Tara Canyon bietet. Eine halbe Stunde gekurbel die BergstraĂen hinauf vom Ărtchen Zabljak, dem touristischen Zentrum des Nationalparkes entfernt bietet sich hier die Möglichkeit, die Magie der Berge auf sich wirken zu lassen ohne auf eine lĂ€ngere Wanderung aufzubrechen. Und wir alle wissen nur zu gut, dass das mit Kindern manchmal genau das ist, was man braucht.
Gewandert sind wir im Durmitor Nationalpark mit den Kindern ĂŒbrigens auch, nur eben keine steilen Klippen hinauf. Der Schwarze See â Crno Jezero, war definitiv auch eins unserer Highlights der Gegend. Nicht untouristisch, aber wirklich wunderschön. Hier gibt es Restaurants, Imbisse und schöne PicknickplĂ€tze.
Wer Lust und etwas Energie hat, sollte auf jeden Fall zur kleinen Wanderung um den See aufbrechen. Die Strecke ist etwa 3.5 Kilometer lang und fĂŒr etwas wandergeĂŒbte Kinder gut machbar. Es gibt ein paar kleine Kletterstellen, aber unsere zu dem Zeitpunkt 5-jĂ€hrige hat das super bewĂ€ltigt. Die Ausblicke auf den je nach Sonnenstand und Aussichtspunkt von blau ĂŒber grĂŒn bis schwarz schimmernden See sind traumhaft und die Strecke verlĂ€uft wunderschön durch den Wald, ist also auch bei WĂ€rme gut begehbar.
Camping im Durmitor Nationalpark

Als Camping Base im Nationalpark kann ich das Eco Camp Drno Brdo empfehlen. Idyllisch inmitten von wunderschöner Natur kann man dort sowohl in kleinen HĂŒtten also auch im Van oder Zelt ĂŒbernachten. Selten habe ich so einen tollen Sternenhimmel gesehen. Und das hausgemachte FrĂŒhstĂŒck von der Frau des Gastgebers ist auch nochmal ein Highlight. Mit selbst hergestellten Ziegenmilchprodukten. Von hier kann man auch super AusflĂŒge zum Tara Canyon und weiteren Highlights im Durmitor Nationalpark machen.
Unser Stellplatz: Eco Camp Drno Brdo
10. Stopp: Naturidyll an der Tara

Direkt an der Tara lag auch die nĂ€chste Station unseres Balkan Roadtrips mit den Kindern. Mitten in unberĂŒhrter Natur, in einem wunderschön grĂŒnen Tal zwischen riesigen FelswĂ€nden des Durmitor-Gebirges liegt ein kleines Camping-Idyll. Hier könnt ihr den Alltag zu Hause einmal vollkommen vergessen und die Ruhe genieĂen. Oder aber ihr brecht zu einer Mini-Wanderung an die Ufer der Tara auf. Wer sich traut kann sich auch in die eiskalten Fluten stĂŒrzen.
Alle mit mehr Tatendrang können im Umfeld gefĂŒhlt auch alle Outdoor-Sportarten dieser Welt betreiben â wie fast ĂŒberall in den Bergregionen von Montenegro. Wir waren glĂŒcklich damit, den wunderschönen Ort zu genieĂen, zwischendurch an den Fluss zu spazieren und am Abend das köstliche selbst zubereitete Essen der Gastfamilie zu genieĂen.
Unser Campingplatz: Eko Oaza â Tear of Europe
11. Stopp: Mrtvica Canyon

Ein echter Geheimtipp in Montenegro ist ein Ausflug in den Mrtvica Canyon. Inmitten steiler FelswĂ€nde schlĂ€ngelt sich der leuchtend tĂŒrkise Fluss Mrtvica durch die Schlucht. Der Kontrast zu den grauen Felsen und den grĂŒnen Flussufern ist unglaublich schön. Und da sich das Areal abseits der meisten Touristenpfade befindet habt ihr die vielen malerischen Orte noch fast fĂŒr euch allein. Selbst in der Hauptsaison.
Der Mrtvica Canyon ist ein traumhaftes Wandergebiet. Die berĂŒhmteste Runde zum sogenannten Tor der WĂŒnsche ist eher etwas fĂŒr gröĂere Kinder. Mit unseren zwei (5 und 2 Jahre alt) haben wir eine kleinere Runde entlang des Flusses gewĂ€hlt. Bei weit ĂŒber 35 Grad konnten wir den zweien keine Tagestour zumuten. Alle Erwachsenen, die diese Tour gemacht haben, kamen am Ende nĂ€mlich zwar hellauf begeistert aber auch völlig kaputt zurĂŒck. Beim nĂ€chsten Mal dann.
Aber auch so war der Mrtvica Canyon mit seiner einzigartigen Natur eins der Highlights auf unserer Balkan Tour mit den Kindern. Wenn ihr in Montenegro unterwegs seid, solltet ihr diesem wunderschönen Ort auf jeden Fall einen Besuch abstatten.
Camping im Mrtvica Canyon

Nicht nur der Canyon selbst, auch der Campingplatz den wir angesteuert haben war ein Highlight. Bei Vesko auf dem Platz findet ihr ein kleines Camperparadies. Alles sehr einfach, ein Dusch- und ToilettenhĂ€uschen fĂŒr alle aber dafĂŒr mit Herz gefĂŒhrt und zudem sehr preiswert. Nur Schatten gibt es wenig auf der gesamten FlĂ€che, aber Vesko und seine herzliche Art lassen das zur Nebensache werden.
Je nach Saison versorgt Vesko die Camper dazu noch mit frischem GemĂŒse aus seinem Garten und morgens macht er fĂŒr alle Eierkuchen und bringt teilweise lokalen KĂ€se mit. Vom Platz aus sind es ein paar Minuten zu FuĂ runter an die Mrtvica. Dort könnt ihr am kleinen Steinstrand entspannen oder euch in die eiskalten Fluten stĂŒrzen. Definitiv unser liebster Campingplatz in Montenegro.
Unser Stellplatz: Camping Vesko
12. Stopp: Skadar-See

Im Grenzgebiet zwischen Montenegro und Albanien befindet sich der gröĂte See des Balkans. In Montenegro ist das Gebiet des Skadar-See oder auch Skutarisee ein Nationalpark und steht somit unter besonderem Schutz. Die teils unberĂŒhrte Natur und der enorme Artenreichtum machen das Areal zu etwas ganz besonderem.
Hier kann man Bootstouren unternehmen, wandern oder die Gegend, inklusive alter Klosteranlagen, mir dem Fahrrad erkunden. Uralte Fischerdörfer am Seeufer laden zu Erkundungen ein. Eines davon, Karuc, haben wir entdeckt und neben freilaufenden Eseln und verlassenen HĂ€usern am Ende die Besitzer einer Bar am anderen Seeufer getroffen, die uns direkt mit ihrem Versorgungsboot auf ein kaltes GetrĂ€nk mit rĂŒber genommen haben. Gastfreundschaft kann man auf dem Balkan.
Ăbernachtet haben wir im kleinen Ărtchen Dodosi, auf einem sĂŒĂen kleinen Campingplatz an einem Seitenarm des Sees. Wirklich idyllisch und erstaunlich untouristisch.
Unser Campingplatz: Camping Dodosi
13. Stopp: Lipa Höhle

Umso touristischer war unser nÀchster Stopp. Aber bei nahezu 40 Grad war ein Ausflug unter die Erde einfach zu verlockend. Die Lipa Höhle ist aber so oder so einen Ausflug wert, wenn ihr mit Kindern in Montenegro seid.
Das weit verzweigte Wegenetz fĂŒhrt euch durch verschiedenste Grotten mit beeindruckenden Steinformationen, unterirdischen Seen und sogar einer Bar. Letztere hat aber leider nur bei besonderen Gelegenheiten geöffnet.
Man darf die Höhle nur mit einer gefĂŒhrten Tour besuchen und wird dafĂŒr vom Ticketcounter mit einem kleinen Zug abgeholt. Was bei uns Augenrollen ausgelöst hat, war fĂŒr die Kinder das absolute Highlight. Unten in den GĂ€ngen der Höhle waren dann alle gleichermaĂen fasziniert. Vergesst auf keinen Fall die langen Sachen. Man glaubt es kaum, aber dort unten sind auch im Hochsommer maximal 12 Grad.
Ganz in der NÀhe der Höhle befindet sich auch ein kleiner Campingplatz. Ein Stopp dort lohnt sich schon allein wegen des kleinen dazugehörigen Restaurants mit phÀnomenaler Aussicht und sehr leckerem Essen.
Unser Campingplatz: Camp Oaza Lipa
14. Stopp: Budva

KĂŒste von Montenegro, nĂ€chster Versuch. Die antike Stadt Budva und die umliegenden KĂŒstenabschnitte, auch bekannt als Riviera von Budva sind auch wieder weiter oben auf dem touristischen Radar. Nicht ohne Grund, die Altstadt von Budva sowie die umliegende KĂŒste mit dem tiefblauen Wasser der Adria auf der einen und den schroffen Bergland auf der anderen sind zweifelsohne wunderschön.
Das sehen aber auch sehr viele andere Reisende und offensichtlich auch geschĂ€ftstĂŒchtige Unternehmer so. Die Region ist leider teilweise gnadenlos zugebaut und ĂŒberfĂŒllt. Das kann die schönste Altstadt nicht wett machen. Vielleicht in der Nebensaison eine Option aber in den Sommerferien fĂŒr mich kein empfehlenswertes Ziel.
Auch der Campingplatz in der NĂ€he der Stadt war ziemlich voll. Aber der Blick ĂŒber Budva und die Bucht ist nicht zu verachten.
Unser Campingplatz: Camping Seoce-Budva
15. Stopp: Bucht von Kotor

Ein weiteres Must-Do in Montenegro â mit Kindern oder ohne â ist die Bucht von Kotor. Zwischen den steilen Bergen glitzert das klare Wasser der Adria in der fjordartigen Bucht. Und diesmal konnten selbst viele Urlauber dem Charme nicht allzu viel anhaben. Die FerienunterkĂŒnfte verteilen sich entlang der Dörfer rund um die Bucht und somit war es nirgendwo zu voll.
Besonders morgens und abends, wenn die Sonne ganz tief ĂŒber der Bucht steht und alles so magisch glitzert hat die Bucht eine ganz besondere AtmosphĂ€re. Aus dem Van purzeln und direkt als erstes ins noch ganz glatte Mittelmeer hĂŒpfen ist einfach unschlagbar.
CampingplĂ€tze gibt es entlang der Bucht einige, wir haben ein paar Tage hier verbracht und uns unter den OlivenbĂ€umen mit Blick auf die Bucht recht wohl gefĂŒhlt. Der Bus in die Altstadt von Kotor fĂ€hrt vor der TĂŒr ab und zum Schwimmen mĂŒsst ihr nur ĂŒber die StraĂe. Allerdings gibt es in der Bucht keine klassischen SandstrĂ€nde, sondern, wie oft an der Adria, eher Kies- oder SteinstrĂ€nde. Vielleicht ist es auch deswegen nicht so ĂŒberfĂŒllt.
Unser Campingplatz: Camping Mimoza
Die Altstadt von Kotor


Hinter der antiken Stadtmauer von Kotor verbirgt sich ein Gewirr aus StraĂen und Gassen und charmanten HĂ€usern mit vielen photogenen Katzen. Die Stadt wird teilweise als die schönste Montenegros bezeichnet und ist UNESCO Weltkulturerbe und in der Tat sehr malerisch. Man kann kann sich hier wundervoll in den Seitengassen verlieren und immer neue hĂŒbsche Ecken entdecken.
Auch die imposante Stadtmauer, auf der man einmal um die Stadt laufen kann, solltet ihr nicht links liegen lassen. Wenn man nicht gerade in eine Gruppe an Kreuzfahrtschiff-LandgÀngern gerÀt ist Kotor wirklich traumhaft. Ach und noch ein ganz wichtiger Tipp. Das beste Eis gibt es in meinen Augen hier.
Montenegro mit Kindern: unser Fazit
Montenegro war das zweite Land auf unserer Balkan-Rundreise mit Kindern. Es ist super entspannt mit dem Van zu bereisen und selbst in der Hauptsaison findet man ĂŒberall ohne Reservierung noch ein PlĂ€tzchen.
Uns haben es besonders die Bergregionen von Montenegro angetan, mit ihren eiskalten, klaren FlĂŒssen, tiefen Schluchten und wunderschöner, teilweise unberĂŒhrter Natur.
Montenegros KĂŒsten sind nicht weniger schön, aber fĂŒr meinen Geschmack in der Hochsaison einfach zu voll. Hier wĂŒrde ich unglaublich gerne nochmal im Mai oder September herkommen. Das muss traumhaft sein.
RĂŒckreise ĂŒber Kroatien & Ăsterreich
16. Stopp: Dubrovnik

Um die Runde zu komplettieren haben wir uns fĂŒr den RĂŒckweg ĂŒber Kroatien entschieden. Die Route fĂŒhrte direkt an Dubrovnik vorbei, sodass wir nicht anders konnten, als hier einen Stopp einzulegen und die nĂ€chste UNESCO-Altstadt zu erkunden.
In den kleinen Gassen der Altstadt von Dubrovnik kann man auch wieder wundervoll auf Entdeckungstour gehen und ein bisschen die Zeit vergessen. Innerhalb der beeindruckenden Stadtmauern ist alles FuĂgĂ€ngerzone, sodass die Kinder einfach losrennen können und selbst entdecken können. Könnte in meinen Augen gern in allen InnenstĂ€dten so sein. Sobald wir die Marmor gepflasterte Haupt-Shoppingmeile verlassen hatten, war es ĂŒbrigens, trotz zweier Kreuzfahrtschiffe im Hafen, erstaunlich entspannt.
Wenn die Beine mĂŒde vom erkunden sind, lohnt sich ein Stopp in der Dubrovnik Beer Factory. Ein schöner schattiger Innenhof und leckeres lokales Craft Beer â die perfekte Pause an einem heiĂen Tag. FĂŒr ein schnelles Essen zum fairen Preis kann ich das kleine Lokal Presa in einer Seitengasse empfehlen.
Camping in Dubrovnik

Den Van hatten wir natĂŒrlich nicht direkt in Dubrovnik geparkt. Ein wenig auĂerhalb der Stadt im kleinen Ort OraĆĄac gab es einen soliden Campingplatz, an dem wir es uns unter ein paar OlivenbĂ€umen gemĂŒtlich gemacht hatten. Hier gab es auch eine kleine Badestelle ein StĂŒck den HĂŒgel runter.
Der Clou: direkt am Eingang des Campingplatzes fuhr der Bus in Richtung Dubrovnik ab. So kommt ihr stressfrei und ohne Parkplatz-Drama zum Sightseeing.
Unser Campingplatz: Camp Pod Maslinom
17. Stopp: Seline, Kroatien

FĂŒr uns ging es nach dem Abstecher nach Dubrovnik weiter die AdriakĂŒste hoch Richtung Norden. Kurz hinter Zadar war es fĂŒr uns dann wieder Zeit, den Van abzustellen und nochmal ins Meer zu springen.
Im kleinen Ărtchen Seline haben wir ein solides PlĂ€tzchen nur einen Steinwurf vom Meer entfernt gefunden. Mit etwa 30 ⏠die Nacht zwar deutlich teurer als die CampingplĂ€tze in Bonien und Montenegro, aber immerhin auch noch weit weg von den 70-100 ⏠Campingplatz-GebĂŒhr, von denen uns viele unterwegs erzĂ€hlt hatten.
In Seline gibt es auf jeden Fall fuĂlĂ€ufig alles was man fĂŒr einen gemĂŒtlichen Roadtrip-Stopp so braucht. Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants, Strandbars, Eisladen und nicht zu vergessen, die kristallklare Adria.
Unser Campingplatz: Seline Autocamp Pisak
18. Stopp: Ăsterreich
Unsere Heimreise fĂŒhrte uns dann durch Slowenien und weiter bis nach Ăsterreich. In GleinstĂ€tten in der SĂŒdsteiermark haben wir das nĂ€chste Mal den Van geparkt. Der Name des dortigen Campingplatzes, Ăko Campingplatz Weinland Camping, ist zwar etwas irrefĂŒhrend, aber ok fĂŒr einen kurzen Halt ist es dennoch allemal. Es gibt einen Badeteich sowie einen Supermarkt und einige Restaurants in der direkten Umgebung.
Unser Campingplatz: ĂKO Campingplatz Weinland Camping
19. Stopp: Oberpfalz

FĂŒr unseren letzten Stopp auf dem Sommer-Roadtrip mit dem Van haben wir uns bei Vansite.eu ein kleines PlĂ€tzchen unweit der Autobahn gebucht. Im kleinen Ărtchen Voggendorf findet ihr bei Naturcamping Oberpfalz alles, was das Vanlife Herz begehrt. Inklusive Ăkoklo und AuĂendusche unter den Sternen.
Die Kinder waren begeistert von den HĂŒhnern auf dem Hof â ihr könnt hier auch frische Eier kaufen â und wir Erwachsenen haben die kleine Feuerstelle genossen â inklusive bereits zur VerfĂŒgung gestelltem Feuerholz. Der Ort ist nicht nur praktisch gelegen sondern wirklich mit Liebe gestaltet.
Unser Stellplatz: Naturcamping Oberpfalz
Fazit: Balkan-Roadtrip mit Kindern im Van
Mit vollen Herzen und den besten Erinnerungen geht es fĂŒr uns nun zurĂŒck nach Berlin. Sowohl Bosnien & Herzegowina als auch Montenegro haben unsere Erwartungen mehr als ĂŒbertroffen. Atemberaubende Natur, herzliche und gastfreundschaftliche Menschen sowie tolle Camping- Infrastruktur machen die Balkan-LĂ€nder zum idealen Vanlife-Reiseziel.
Da wundert es einen fast, dass die Region teilweise noch so unter dem Radar lĂ€uft. Wir waren zwar nicht allein, aber wir haben mitten in der Hochsaison, im Juli, einen Roadtrip gemacht ohne auch nur ein einziges mal irgendwo zu reservieren. Mag vielleicht auch ein bisschen GlĂŒck dabei gewesen sein, aber ich wage zu behaupten, dass man damit in anderen Regionen Europas gehörig auf die Nase gefallen wĂ€re.
Nur eine Sache könnte das GlĂŒck ein wenig trĂŒben. Sowohl in Bosnien & Herzegowina als auch in Montenegro wird es im Hochsommer zum Teil sehr heiĂ. Wir hatten konstant gut ĂŒber 30 Grad, in Mostar und am Skadar-See sogar fast 40. Wir sind nicht besonders empfindlich, aber mit Kindern fĂ€hrt man bei solchen Temperaturen das AktivitĂ€tslevel schon deutlich runter. Wenn ihr da sensibel seid, dann solltet ihr vielleicht lieber im FrĂŒhjahr oder Herbst fahren.
So oder so, wir hatten einen wunderschönen Vanlife-Sommer im Balkan und sind sicher nicht das letzte Mal in der Region gewesen.

[…] sagen, dass die Balkan-Staaten kein tollen Familienreiseziel sind. Wir hatten die tollste Zeit in Bosnien & Montenegro.) Dennoch fanden wir die Vorstellung von gemĂ€Ăigten Temperaturen und LagerfeuernĂ€chten durchaus […]
Hey, wir planen eine Ă€hnlihe Tour – und ich versuche gerade ein GefĂŒhl zu bekommen, wie viel Zeit wir einplanen sollten. Wie lange wart ihr unterwegs?
Hallo Martin, wir waren insgesamt drei Wochen unterwegs. Ich fand das eine gute Zeit. Mehr geht natĂŒrlich immer. đ Liebe GrĂŒĂe und frohe Reiseplanung. Johanna
Hey, mit welchem GefĂ€hrt wart ihr unterwegs? LG Suada đ
Hallo Suada, wir waren in unserem Camper-Van unterwegs. Hatten also die Betten immer dabei. đ
Viele GrĂŒĂe
Johanna